Haus Nevain
Aus Lotro-Pedia
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Schlichtheit ist der Nährstoff unserer Existenz. Unser Anspruch ist einfach, unsere Aufgabe dadurch umso gewaltiger und unser Ziel nahezu unvergleichlich erstrebenswert. Es war tief empfundene Treue, die den Orden entstehen ließ. Die eine Hand wurde nach Hilfe ausgestreckt, die andere als helfende dargeboten. So fanden ziellose Wanderer, Menschen und Elben, zueinander.
Ein Elb, der die Schatten seiner Art kennt und eine Menschenfrau, die so menschlich ist, wie man nur seien kann, gründeten Haus Nevain in tiefer Verbundenheit zueinander. Auf einem Grundsatz, der besagt, dass Eigennutz nichts niederträchtiges ist, wenn er als Motivation dient, zu geben statt zu nehmen.
Indem wir einander dienen, werden wir frei.
Jeder Mensch und Elb, der diesen Satz versteht, der ihn verinnerlichen kann, ist in Haus Nevain willkommen.
Die Elben schwinden aus der Welt. Ihre Zeit geht vorüber und ihr Erbe wird in großen Teilen verloren gehen. Doch die Menschen dieser Tage blicken auf den Verlust ihrer große Vergangenheit zurück, als die Banner der Numenor hoch wehten und von Ruhm und Herrlichkeit zeugten, und sind nicht reif, dass Erbe der Welt anzutreten und den Gefahren der Finsternis alleine zu begegnen. Der Bund von Haus Nevain sieht seine Aufgabe darin, dass Zepter weiterzureichen. Die Weisheit uralter Unsterblicher, ihre Größe und ihre Philosophie soll die Menschen stärken und vorbereiten, welche den Elben wohlgesonnen sind.
Wir gründeten einen Orden, denn unser Anliegen ist eine Frage des Glaubens. Nicht des Glaubens an einen Gott, sondern des Glaubens an eine Weltsicht der Verbundenheit und eine Lebensphilosophie voller Opferbereitschaft. Es gibt keinen Eid, der geschworen werden muss. Es wird keine Treue eingefordert bis auf die, welche man zu geben bereit ist. Die Obrigkeit von Nêlfalas dem Noldor gründet sich nicht auf eingegangene Lehnspflicht, sondern auf den Respekt voreinander und vor den Taten des Anderen für die Gemeinschaft. Haus Nevain will keinen Austausch erzwingen, sondern ihn anbieten und dafür offen sein.
Ziehen wir in den Kampf, so ziehen wir im Namen des Ordens aus. Wir tragen weinrot an uns, die Farbe unserer Gemeinschaft und eine Brosche mit dem alten Waldläuferzeichen, welches Nevain dereinst nutzte, ihre sichere Heimstatt zu kennzeichnen. Die Statuten des Ordens sind uns wichtig...immer. Wir verlassen unsere Kampfgefährten nicht, wir zeigen Würde und Achtung, wir kämpfen tapfer und schützen jene, die an unserer Seite stehen. Und wir zeigen weder Gnade noch Erbarmen mit der Finsternis von Mordor und all ihren Häschern. Das Schwert des Ordens ist eine scharfe, mitleidlose Klinge in verständiger, verantwortungsvoller Hand.
Weinrot ist die Farbe des Ordens. Rot auch der Himmel, wenn er die Sonne der Menschen begrüßt, oder die der Elben sinken sieht. So kleiden wir uns, so treten wir auf. Wie die tiefe, letzte Glut in einem Kamin, welche noch immer ein sengendes Feuer hervorbringen kann. Wie jene unberechenbare Kraft, die man leicht übersehen mag, die aber zu ungeahntem hervorzulodern vermag. Denn was wir tun, mag verschwindend sein und nie recht bemerkt werden. Doch vielleicht findet sich darin auch der Samen, aus dem der Baum eines neuen Schicksals erwächst.
Inhaltsverzeichnis |
Eine Sage von Barmherzigkeit
Die Gründung von Haus Nevain geht nicht auf erhabene Geschöpfe zurück, auf große Kräfte oder Pakte zwischen Fürsten und Königen. Es ist die Geschichte eines jungen, noch knabenhaften Elben, der sich eines kleinen Mädchens annahm, dass seine Familie durch die Gleichgültigkeit seines eigenen Bruders für das Schicksal der Menschen verloren hatte. Es ist die Geschichte einer alten Frau, die in den tiefen Wäldern des Breelandes lebte, einer erimitisch lebenden Jägerin mit Namen Nevain, welche sich beider annahm als ihre Not am Größten war, sie beschützte und lehrte und dafür ihre letzten Monate auf dieser Welt in ihrer Gesellschaft verbringen durfte. Nevain gab, bevor sie nahm. Und sie nahm mit Dankbarkeit. Sie lehrte die Beiden, wie sehr man einander braucht, dass Eigennutz sehr wohl auch im Geben liegt, jedoch das Geben darum nicht falsch, sondern Eigennutz nicht in jeder Form verwerflich ist. Indem wir einander dienen, werden wir frei. Indem wir füreinander da sind, stärken wir uns selbst. Indem wir füreinander einstehen, werden wir größer, als wir es allein je seien könnten. Das ist der Grundsatz, mit dem Felinia und Nêlfalas später den Orden gründeten, den sie nach dieser außergewöhnlichen Person benannten, die ihnen dereinst das Leben gerettet und ein neues gegeben hat.
Gründerin
Gründerin und erste Herrin des Ordens war Felinia Tavaril
Ordensherr
Großmeisterin
Lielithiel
Ordensmeister
- Lothiel Kriegsherrin des Ordens
- Maeghilion Vertreter und Botschafter der Elben
- Dagelorn Vertreter und Botschafter der Menschen
- Dralorin Vertreter der Zwerge, Anführer der Ugrud Khazad
Mitglieder
Unter den Mitgliedern des Ordens sind besonders die Familie Gefeóvetra oder Nimmwinter zu erwähnen, welche den Orden seit Gründung verstärkt. Weites folgt.
Beitritt zum Orden
Wer wünscht dem Orden oder der Ugrud Khazad, der zwergischen Bündnistruppe in Moria beizutreten, der sollte dem Volk der Menschen, der Elben oder der Zwerge angehören und bei dem Vertreter seines Volkes oder in den Hallen des Ordens in Tund Faroth vorstellig werden. Dort erfahrt ihr, in welcher Weise Euer Beitritt zur beidseitigen Zufriedenheit ausfällt.