Arkall

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Arkall von Gondor
Arkall Profil.JPG
Rasse: Mensch
Klasse: Wächter
Beruf: Rüstungsbauer
Stufe: 65
Krieg-Rang: 0
Sippe: Haus Nevain
Server: Belegaer

Für Arkall, der als waiser Straßenjunge in Gondor geboren wurde und aufwuchs, war der Beitritt zum Orden von Haus Nevain ein großer Wendepunkt in seinem Leben. Lange Jahre hatte sich der Nordgondorer im Straßenschmutz seiner Heimat mit Diebstählen und Gaunereien mehr schlecht als Recht am Leben erhalten, immer nur darauf aus, den nächsten Tag zu erleben und genug heranzuraffen, um den nächsten Winter zu überstehen. Diese prägende Zeit hat er niemals vergessen und wird darum wohl niemals Verständnis oder Achtung empfinden können für diverse ‚Luxusprobleme‘ feiner Herrschaften oder solcher, die sich dafür halten. Als Arkall ein Kind war, da war schloss er nur ungern Freundschaften, weil er es mehrmals erleben musste, dass die, welche er ins Herz geschlossen hatten, an seiner Seite im Winter verhungert sind. Die wenigen glücklichen Momente in seinem Leben waren geprägt von Heldengeschichten, Erzählungen besserer Tage als jene die waren und besserer Menschen, als er sie gekannt hätte. Arkall sog diese Geschichten auf wie ein Schwamm und trug sie zeitlebens, bis heute, stets in seinem Herzen. Seine Tage waren der Kampf ums Überleben. Doch seine Träume waren die von Ehre und Tugend einer besseren Welt.

Da die Natur ihn recht groß und, bei ausreichender Ernährung, auch sehr kräftig wachsen ließ, wurde er in jungen Jahren von einem Söldnerführer als Nachwuchstalent entdeckt und ‚aufgesammelt‘. Das Leben als Soldat gefiel dem Jungen, denn er wurde gut ernährt und bekam viel Anerkennung, da er schnell stark und ausdauernd wurde, viel Geschick zeigte und, da er nie in seinem Leben viel zu verlieren gehabt hatte, auch überaus mutig und tapfer war. Allein mit der Moral eines Söldners tat er sich schwer. Reichtum bedeutete Arkall wenig, denn Geld zu haben war in seiner Vergangenheit meist nur mit der Gefahr verbunden gewesen, dafür überfallen und vielleicht erschlagen zu werden. Das Wesen seiner Gefährten, die für guten Lohn beinahe jede Schandtat vollbringen wollten, war weit von seinen Grundsätzen und träumerischen Idealen entfernt. Arkall war einer der wenigen, die aus der Not nicht die Lehre des unbedingten Eigennutzes gezogen hatten, sondern vielmehr das Verständnis für den Wert der kleinen, grundsätzlichen Wertigkeiten.

Mit seiner Söldnergruppe verbrachte er einige Jahre in mehr schlechter, als rechter Übereinkunft. Trotz seines noblen Kerns hatte er in dieser Zeit geplündert, geraubt und für seinen Waffenherren manchen Unschuldigen gepeinigt. Er hatte nie gewisse Grenzen überschreiten müssen, doch eines Abends, da sollte sich eben diese Grenze vor ihm auftun. Sein Heer war geschlagen worden in einem Scharmützel nahe der Stadt Bree und mit einer kleinen Gruppe von 4 weiteren Männern war er in ein elendes Nest mit Namen Schlucht geflüchtet. In einem schäbigen, heruntergekommenen Gasthaus trafen sie eine junge Frau an, welche schnell die Aufmerksamkeit der halunkenhaften Söldner auf sich zog. Sie war schön, überaus schön sogar, trotz der Narbe die ihr Gesicht zeichnete und der wenig damenhaften Art mit der sich angetrunken, grölend und singend auf den Tischen tanzte. Doch eben die Leichtigkeit, diese Unbeschwertheit in ihrer Art machte sie so anziehend. Das Ausbleiben des Damenhaften ließ sie als leichte Beute für schnelle Vergnügungen erscheinen in den Augen seiner Begleiter. In einem günstigen Moment, in einer stillen Ecke, da ergriffen die Männer die Gelegenheit und umzingelten die junge Frau. Schnell wurde klar, dass ihre Einschätzung falsch war, aber ebenso schnell wurde klar, dass sich die Halunken damit nicht zufrieden geben würden. Arkall ahnte, was sie vorhatten und er wandte angewidert den Kopf ab. Als er wieder zu der Frau blickte, sah er, dass sie ihm direkt in die Augen sah.

„Das ist deine einzige Gelegenheit das richtige zu tun, Dicker. Sonst wirst du es nie wieder gutmachen können!“

Arkall sah sie an, während seine Kameraden nur glucksten über diesen offenbar verzweifelten Versuch ihres ‚Opfers‘ sich noch aus ihrer Lage zu befreien. Plötzlich jedoch, da stieß Arkall sie zur Seite, stellte sich neben die Frau und zog dabei sein Schwert während sie zwei Dolche aus ihrem Gürtel zückte. Seite an Seite standen sie da, kampfbereit vor den vier verdutzten Gestalten. Die Halunken waren zwar in der Überzahl, doch kannten sie Arkall gut genug um zu wissen, dass er nun, da er sich entschieden hatte, bis zum Tod kämpfen würde um diese Frau zu beschützen. Also ließen sie von ihrem Vorhaben ab.

„Ich bin Felinia Tavaril!“, stellte die Frau sich vor, „Ich denke, wir beide werden einander einiges zu bieten haben.“

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